Интервью на немецком 3

> *«Aus einem Hobby ist es zu meinem Beruf und zu einem Bestandteil meines Lebens geworden», sagt Jelena Martschenko. «Obwohl meine Gro;mutter eine einfache Telegraphistin war, hatte sie immer allerlei Ideen f;r verschiedene Handarbeiten im Kopf», erinnert sich Jelena, die heute in Kopejsk, der Nachbarstadt von Tscheljabinsk, lebt und arbeitet. «Sie konnte sticken, stricken und ;berhaupt jeden Lappen in etwas Sch;nes verwandeln. Ich half ihr gerne dabei. Wir dekorierten alles M;gliche mit allem, was uns unter die H;nde kam. Bereits mit f;nf wusste ich zum Beispiel, was eine „Bulka“ ist (ein kleines ahle;hnliches Instrument zur Herstellung von Kunstblumen).»*
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> *2. Sagen Sie bitte, wie sind Sie sp;ter zum Filzen gekommen?*
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> *J.M.: Ganz zuf;llig. Meine Freunde haben mir mal ein kleines unansehnliches Buch und etwas Wolle geschenkt. Das Buch habe ich nur fl;chtig gelesen, weil es wenig n;tzliche Information dazu enthielt. Der Wunsch aber, etwas aus Wolle zu machen, war riesig. Zuerst versuchte ich meinen eigenen Weg zu gehen und konnte sp;ter einige Online-Kurse bei den besten Filzmeistern im In- und Ausland nehmen.*
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> *3. Ihre Werkstatt besteht nun seit ;ber 10 Jahren. Wer hat Sie finanziell unterst;tzt?*
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> *Martschenko: Niemand. Auch hier kam mir ein Zufall zu Hilfe. Zum Geburtstag habe ich mal eine Geldspende bekommen. Und es wurde beschlossen, das ganze Geld in meine Lieblingssache einzulegen.*


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> Wenn man vom Filzen redet, kommen einem vor allem Filzschuhe (Valenki genannt) in den Sinn. Was sagen Sie dazu? Machen Sie diese auch?
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> **J. M.:** Nein. Die Herstellung von Filzschuhen ist eine harte Arbeit, die viel Geduld und Kraft erfordert. Ich stelle keine Filzschuhe her, weil ich meine H;nde schonen will. In unserem Gespr;ch versuche ich Ihnen zu beweisen, dass Filzen nicht nur auf die Herstellung von Filzschuhen beschr;nkt ist. Filzen ist eine ganz besondere Welt, nicht nur f;r mich, auch f;r alle, die sich der Sache verschrieben haben. Das ist viel mehr als ein Gewerbe, das ist eher ein mathematischer, ein technologischer Prozess, eine Kunst eben, die nicht nur mich, auch viele Andere begeistert.
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> Ja, ich bin gl;cklich dar;ber, dass ich heute mit Filzfasern malen kann! Sp;ter kann ich meine Skizzen in etwas Sch;nes verwandeln — Kleidung, Kopfbedeckungen oder andere ungew;hnliche Sachen! Und ich mache nie etwas, um es einfach zu verkaufen, alles nur aus Herzenslust, auch wenn es sich um ein kommerzielles Projekt handelt.

5. Wir haben n;mlich eine gemeinsame Internet - Freundin. Das ist Mariam Babajan. Hat sie mal bei Ihnen schon etwas bestellt?
J. M(l;chelt): Ja, Mariam kenne ich ziemlich gut. Wir sehen uns manchmal auf verschiedenen Ausstellungen.F;r sie habe ich mal eine kokette Winterm;tze mit einem Gimpfelmuster gemacht. Einmal mu;te ich auch mit den Studenten ihres Mannes arbeiten. Er ist T;rkischlehrer an der Uni von Tscheljabinsk. Obwohl die meisten seiner Studenten nicht Russisch sprachen, konnten wir sehr gut kommunizieren. Ich zeigte ihnen, wie man eine Fingerpuppe macht. Der Unterricht hat allen gut gefallen. Au;erdem gebe ich manchmal Unterricht im Filzen f;r Kinder und Erwachsene. Die meisten Erwachsen kommen mit dem Wunsch, das Filzen zu lernen, die Kinder dagegen kommen meist aus Neugier mit. Wenn ich sehe, da; ein Kind kein besonderes Interesse daf;r aufbringt, dr;nge ich nicht darauf, um meine Zeit und auch mein Geld zu sparen.
6.Wie meinen Sie, warum ist Ihre Werkstatt so beliebt geworden?
J. M: Ich glaube deshalb, weil ich selbst halt von dem Wunsch brenne, diese wunderbare Welt des Filzens immer wieder anzur;hren. Es freut mich auch, da; ich trotz all der Beliebtheit nicht so viele Kunden habe  Denn: Sachen, die ich
mache, sind vor allem f;r Personen gedacht, die as Sch;ne zu sch;tzen wissen

7.
Zum Schlu;  noch einige kleine Fragen
1. Gab es in Ihrer Arbeit komische Situationen oder ungew;hnliche Auftr;ge?
J. M: Nat;rlich! So was gibt es immer.Einmal haben wir zusammen mit einer Sch;lerin die M;tze f;r den kleinen Hirsch Rudolf gemacht (Das ist die Figur einer Weihnachtsgeschichte von Robert L. May). Als die Arbeit praktisch fertig war, sagte Katja pl;tzlich, dem Hirsch w;rden noch seine lange Zunge und auch die Z;hne fehlen. Nach dem wir diese Details hinzugef;gt hatten, begann die Gestalt mit ganz neuen Farben zu spielen. ;berhaupt gibt es viele Gestalten, die ich f;r verschiedene Shows gemacht habe, zB f;r ein Banja- Festival, an dem sich Maxim Degtjarjov beteiligte, einen Baba-Jaga- Kost;m f;r die Autoren der Animationsfilme und a.m.Es gibt hier in der Stadt eine Frau, f;r die ich mal das Kost;m einer Waldhexe gemacht habe. Heute l;uft sie, damit bekleidet, auch im Alltag herum. Sieht ganz lustig aus.
2. Interessiert sich jemand aus dem Ausland f;r Ihre Arbeiten?
J. M: Nat;rlich! Ein Mann z. B, der jedes Jahr nach Deutschland f;hrt, bestellt verschiede M;tzen f;r die Banja als Geschenke f;r seine Freunde. Ich habe auch zwei Freundinnen, die jetzt in Frankreich leben. Wenn sie hier meine Ausstellungen besuchen, kaufen sie mir oft ganz viele Sachen ab.
Haben Sie einen Traum?
J. M: Die Welt des Filzens zieht mich immer mehr an. Ich habe schon ganz viele Sachen aus Filz gemacht. Die Leute sagen, das gef;llt ihnen. Das freut mich sehr. Ich Tr;ume davon, eines Tages ein Bild zu machen, das noch niemand gesehen hat.
I. K: Ich danke Ihnen f;r dieses Gespr;ch.
Igor Korenev, Tscheljabinsk.
21.04.2026.
На фото: те самые " бульки" для изготовление искусственных цветов.


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