Gebet zu Gott
Ich bat Gott nur um eines — Freiheit.
Nichts brauche ich mehr,
nur nicht l;nger leben, um anderen zu gefallen.
Allen nachzugeben, alle lieben zu m;ssen —
ich bin m;de vom Verzeihen,
m;de von einem solchen Leben.
Ich bat Gott:
„Nichts brauche ich —
keinen Reichtum und keine Feste, das ist wahr.
Schenke meiner Seele nur Trost,
ein stilles Leben n;hme ich ohne Z;gern an.“
Der Schmerz der Seele
ist hundertmal schwerer
als jener Schmerz, den der K;rper f;hlt.
Wie weh es tut, giftige Worte zu h;ren
von denen, die einem teuer sind
und die man besch;tzen m;chte.
So sehr m;chte ich mich verstecken,
mich vor allen verbergen,
mich im Sand vergraben,
wo das Licht der Welt mich nicht erreicht.
Doch was geschieht mit mir?
Ich m;chte ruhig sein —
und werde immer unruhiger.
Und pl;tzlich traf mich eine Erkenntnis:
Worum du Gott bittest,
damit schl;gt dich das Schicksal —
ob Gott selbst oder irgendeine h;here Macht.
Vergeblich bat ich um Ruhe.
Nun brauche ich ;berhaupt nichts mehr.
M;ge alles so sein, wie es bestimmt ist.
;ber sich selbst springt niemand hinaus.
So nimm dein Schicksal an,
wie du es vor dir siehst.
1994
Свидетельство о публикации №226052700786