Die Klage der Geliebten
Du bist fortgefahren, mein Liebster, von mir —
F;r immer, f;r eine Zeit… und wohin?
Du wolltest dort dein Auto verkaufen,
Wo in Russland Hunger, Schmutz und Dunkel herrschen.
Ich schaue auf dein Bild
Und bete zu Gott: „Hilf ihm!“
Wo bist du nur, mein Geliebter, wo bist du —
Auf Waldwegen oder drau;en in der Steppe?
Lebst du noch, bist du gesund
Oder liegst du verwundet irgendwo?
Vielleicht schl;fst du f;r immer auf freiem Feld…
Dabei schrie ich doch, weinte und flehte:
„Fahr nicht fort, mein Liebster, bleib hier!“
Schon l;ngst sind alle Fristen vergangen,
All die Tage, die f;r deine Reise bestimmt waren.
Doch du kehrst einfach nicht nach Hause zur;ck.
Was ist geschehen, mein Lieber, was ist mit dir?
Selbst wenn du verwundet bist, krank oder barfu; —
Ganz gleich… kehre nur schnell nach Hause zur;ck…
2003
Hier scheint die Sonne viel zu selten
So selten scheint hier warm die Sonne,
Nur graue Regen ziehen hin.
Von feuchter Luft wird alles nass —
Kleidung, Schuhe und der Schirm.
Die Stra;en sind vom Regen blank gewaschen,
Von fremden Schirmen tropft das Wasser schwer.
Und an den B;umen, dicht von Moos bedeckt,
Ist l;ngst die ganze Rinde abgebl;ttert.
In den Fenstern sieht man keine Gesichter,
Balkone und Fenster stehen voller Blumen,
Dazwischen bunte kleine Figuren
Aus Ton und Glas, kunstvoll bemalt.
Zerlumpte H;ndchen laufen hastig
Mit erhobenem Schwanz zum Busch.
Und sie ;hneln ihren Besitzern so sehr,
Die schweigend hinter ihnen gehen.
1998
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