Sinn des Lebens
Worin liegt der Sinn des Lebens? — fl;stert die Dunkelheit,
wenn die Schlaflosigkeit taub und schwer wird.
Wenn Tr;ume zu Staub zerfallen,
und das Licht hinter der Stirn nur noch zittert.
In Taten? In Siegen? In H;hen?
In einem Tropfen Liebe in einer offenen Hand?
Im L;cheln der Mutter am Morgen
und in Worten, die Jahre ;berdauern?
Vielleicht darin, zu leben, ohne zu r;chen,
zu vergeben, wie eine Kerze, die still verbrennt?
Und zu s;en, wissend: nicht f;r Ruhm,
sondern damit etwas unter dem Himmel aufgeht.
Der Sinn ist: zu sein, zu brennen,
nicht f;r Schaufenster, nicht f;r Applaus.
Sondern nach dem eigenen kleinen Licht
in einer leisen Melodie zu bleiben.
Der Sinn liegt in Liebe, im tiefen „Ja“,
das das Herz durch die Jahre fl;stert.
Darin, den N;chsten zu verstehen
und f;r fremdes Leid einzustehen.
Nicht in lauten Worten, nicht in Kronen —
sondern im Zittern in fremden Augen.
Und darin, selbst im Moment des Abschieds zu sagen:
„Ich habe ohne T;uschung gelebt.“
2026
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