Altersreform
Wir altern sch;n. Fast unmerklich.
Nur das Ged;chtnis spielt gelegentlich verr;ckt.
Und der Spiegel schaut am Morgen vorwurfsvoll:
„Na, Liebste, zufrieden mit diesem ;berraschungspaket?“
Fr;her schien es: Mit f;nfzig ist es Abend.
Heute versteht man — noch lange kein Ende.
Man flirtet noch, streitet mit Leidenschaft,
und die Knie knarren dabei sogar elegant.
Die Altersgrenzen wurden geschickt verschoben:
Mit siebenundsechzig noch Umformung,
mit siebzig — eine Beere, mit achtzig — eine Rosine,
aber mit sehr lebendigem, bissigem Verstand.
Und alles w;re wunderbar, fast ohne Trauer,
wenn die Gelenke keine Prognosen stellen w;rden.
Mal blockiert der R;cken, mal streikt der Nacken,
mal seufzt das Herz pl;tzlich ;ber irgendetwas.
Doch es gibt in diesem Alter ein seltsames Gl;ck:
Nicht mehr der Mode hinterherhetzen, sich nicht zerrei;en,
sondern einfach ;ber den L;rm des Lebens lachen
und den Tee austrinken — mit leicht ironischem Gesicht.
2026
Menschen werden alt
Ich werde alt. Na und? Kein Drama der Welt.
Altern ist nur das Los, das jedem gef;llt.
Erst fliegst du noch leicht durch das Leben hindurch,
dann stehst du beim Apotheker in stiller Geduld.
Der Schlaf und die W;nsche kommen immer sp;ter,
daf;r zieht der Blutdruck fr;her ins Gem;uer.
Und wenn du gestern noch bis Morgen geliebt hast,
soll heute einfach nichts mehr irgendwo schmerzen.
Das Alter wurde verl;ngert — danke sehr.
Nun sind die Alten „jung“ und noch mehr.
Du sollst arbeiten, lachen und Statistik nicht st;ren,
dem Staat kannst du lebendig noch lange geh;ren.
Nach f;nfzig wird das Leben vielschichtig und breit:
mal Freude, mal Krampf, mal MRT-Zeit.
Doch wenn du noch lachst, hast du schon halb gewonnen —
auch wenn der Pass l;ngst alles schon besonnen.
Ich werde alt. Gott, ich werde alt!
Kein Interesse mehr an M;nnern — kalt.
In jedem sehe ich pl;tzlich den Schurken,
und jeder erscheint mir ein bisschen verr;ckt.
2026
Свидетельство о публикации №226053102071