Die Kriminalitaet unter Jugendlichen laesst sich eindaemmen, wenn man ihre „Talente“ erkennt und sie in Bereichen einsetzt, in denen diese Faehigkeiten gefragt sind. Nicht wegsperren! Anstatt selbst Sabotageakte zu begehen, koennten genau diese Jugendlichen dabei helfen, Sabotage aufzudecken; anstatt Betrug zu verueben, koennten sie Konzepte fuer eine disziplinierte Lebensweise bei Jugendlichen und sogar Erwachsenen entwickeln. Sie koennten anschaulich aufzeigen, wie sich der Charakter eines Kriminellen offenbart – als der eines „wilden Tieres“ ohne menschliche Zuege und mit amoralischen Prinzipien –, wohin ein solcher Weg fuehrt und wie er endet.Junge Menschen, die statt eines regulaeren Studiums dringend Geld verdienen muessen, sollten mit Arbeitsplaetzen versorgt werden, bei denen sie Fachleute an schwer zugaengliche Orte begleiten. Dort ist eine Erschliessung erforderlich, und es besteht ein grosser Bedarf an Arbeitskraeften, die mit modernen Untersuchungsmethoden in Bereichen wie Geologie, Biologie, Ozean- und Inselkunde sowie weiteren Disziplinen vertraut sind – zumal sich das Studium auch per Fernunterricht oder im Teilzeitstudium absolvieren laesst. Gerade solche Jugendlichen – oft Kinder von Reisenden oder Wissenschaftlern – schneiden bei Pruefungen meist hervorragend ab. Auch Kinder mit einer besonderen Veranlagung stehen anderen in nichts nach – zumal sie sich in der gewoehnlichen Welt schlicht langweilen. Wer einen Drang zum Schie;en verspuert, koennte in die Jagd, die Vulkanforschung, den Schiffbau oder den Abbau seltener Erden gehen oder lernen, Metall zu bearbeiten und Bauteile zu fertigen, die nur sie – und sonst niemand – herstellen koennen; auch dort herrscht der Laerm, den solche Jugendlichen offensichtlich brauchen. Wieder andere liessen sich im Dienstleistungsbereich einsetzen, verbunden mit einem Studium der Psychologie und der Aufdeckung krimineller Gruppierungen.Begabte Kinder muessen ihr Betaetigungsfeld finden, in dem sie sich entfalten wollen – und zwar auf eine Weise, die sowohl ihnen selbst als auch der Gesellschaft zugutekommt. Andernfalls lassen sich destruktive Verhaltensweisen und betruegerische Aktivitaeten unter Jugendlichen nicht stoppen; sie werden sich und anderen „zufaellig“ schaden, einfach weil sie nicht wissen, wie sie ihre Faehigkeiten richtig einsetzen sollen – jene besonderen Talente, die deshalb nicht anerkannt werden, weil sie in die falsche Richtung gelenkt werden. Solche Kinder wollen ganz sicher keine Kriminellen sein; denn meist suchen sie lediglich nach Wegen, ihr Leben in den Griff zu bekommen und sich aus einer Situation zu befreien, in der sie sich in eigenen oder ihnen aufgezwungenen Mustern verstrickt haben – Mustern, die von Menschen stammen, die selbst nie rechtzeitig zu sich gefunden haben oder nicht wussten, wie sie ihre eigenen Rechnungen oder die ihrer Angehoerigen begleichen sollten. Hinzu kommt, dass man sich an problematische Computerspiele gewoehnt; es entsteht der Eindruck, man koenne auch im echten Leben einfach alles abschalten und vergessen – nach dem Motto: ein wenig tricksen, ein bisschen schiessen, und wenn man genug hat, geht man einfach in ein anderes Zimmer. Doch dann stellt sich heraus, dass dieses „andere Zimmer“ die Realitaet ist – und zwar eine, die so ganz anders aussieht als das, wovon der Jugendliche getraeumt hat. Man muss Kindern helfen, durch eigene Anstrengung zu einer besseren Realitaet zu finden.
Uebersetzt aus dem russischen: Подростки от диверсий до мошенничества
http://proza.ru/2026/08/05/1233