ber Kater Felix oder Fenetschka
Ich leide an Depressionen. Deshalb habe ich auf YouTube verschiedene Psychotherapeuten gelesen und angeh;rt, aber ich konnte mich einfach nicht von meinen qu;lenden Angstgedanken befreien, und mir ging es weiterhin schlecht. Mein Leben war wie die H;lle. Eines Tages h;rte ich zuf;llig von einem Mann, der ebenfalls unter Depressionen gelitten hatte und wieder gesund geworden war, nachdem er sich einen Hund angeschafft hatte. Er k;mmerte sich um ihn, ging mit ihm spazieren und spielte mit ihm – und nach und nach verga; er die Angstgedanken, die ihm das Leben vergiftet hatten.
Da dachte ich: Vielleicht sollte auch ich mir eine Katze anschaffen, um mich um ein anderes Lebewesen k;mmern zu k;nnen. Lange suchte ich nach einem K;tzchen im Tierheim und las Anzeigen von Leuten, die Katzenbabys verkauften. Doch ich bekam immer wieder Absagen. Im Tierheim sagte man mir, dass man K;tzchen nur paarweise abgebe, damit sie weniger Stress h;tten. In den Anzeigen dagegen verlangte man unerschwingliche Preise von 500 Euro und mehr …
Schlie;lich ergab sich die M;glichkeit, ein K;tzchen f;r 100 Euro zu bekommen. Ich kaufte es von einem Mann namens Andrej, der keiner Arbeit nachging und sich haupts;chlich damit besch;ftigte, seine flauschige schwarze Katze decken zu lassen. Sie bekam zweimal im Jahr Junge. Den Wurf verkaufte er, um das Sozialgeld aufzubessern, von dem er und seine Lebensgef;hrtin lebten.
Ich bat um ein m;nnliches K;tzchen, weil ich dachte, dass es bei der Kastration weniger leiden w;rde. Andrej zeigte mir auf seinem Smartphone ein Video, auf dem der gesamte Wurf zu sehen war: sieben kleine Katzenbabys. Er sagte:
„Such dir eins aus, solange sie noch an den Zitzen ihrer Mutter saugen. Hier sind vier Kater und drei Katzen.“
„Dieses graue K;tzchen mit den Streifen an den Seiten! Ist das ein Kater? Es sieht meinem fr;heren Kater Micky ;hnlich, der zwanzig Jahre alt geworden und dann gestorben ist. Ich brauche einen Jungen! Ich werde ihn Felix nennen!“
„Nat;rlich ist das ein Kater. In zwei Monaten kannst du ihn abholen. Er ist bei uns der lebhafteste und verspieltste von allen.“
„Okay! Dann komme ich in zwei Monaten.“
Anderthalb Monate sp;ter kam Andrej von sich aus zu mir und brachte in einer Transportbox ein kleines graues Fellkn;uel mit. Ich gab ihm das Geld und nahm das K;tzchen auf den Arm. Es zitterte am ganzen K;rper vor Angst. Ich dr;ckte es an meine Brust und lie; es erst wieder los, als es sich beruhigt hatte.
Andrej gab mir den tier;rztlichen Impfpass. Darin standen die bereits erhaltenen Impfungen, das Geburtsjahr, die Fellfarbe und das Geschlecht des K;tzchens. Auch die Adresse und Telefonnummer des Tierarztes waren eingetragen. Ich ;berflog die Angaben nur fl;chtig und hoffte, dass alles seine Richtigkeit hatte.
Ich hatte im Voraus Nass- und Trockenfutter f;r Katzen gekauft. Au;erdem besorgte ich ein Katzenklo, eine Transportbox, Spielzeug und einen Kratzbaum. Doch das K;tzchen wollte zun;chst nichts fressen. Es sa; einfach nur da und schmiegte seinen kleinen K;rper an meine Knie. Am n;chsten Tag fra; es bereits, spielte und beobachtete mich.
In der ersten Nacht schlief Felix bei mir im Bett. Am Tag darauf begann dann ein regelrechtes Akrobatikprogramm.
Er sprang herum, packte meine Beine mit seinen Krallen, schoss auf die Fensterb;nke und kletterte an den Vorh;ngen hoch. Am Ende sahen die Vorh;nge aus wie eine moderne Kunstinstallation aus lauter F;den.
Meine Beine – von den Kn;cheln bis zu den Oberschenkeln – waren von den Kratzern dunkelrot verf;rbt. Es sah aus, als h;tte ich Netzstr;mpfe getragen, allerdings nach der blutigen Variante der neuesten Mode.
Unter Tr;nen und Lachen zeigte ich sie meiner Nachbarin. Sie war entsetzt und konnte sich kaum wieder beruhigen. Jeden Tag schmierte ich meine Beine mit der Heilsalbe Bepanthen ein.
Eines Tages ging ich in den Laden, um Kefir und Katzenfutter zu kaufen. Als ich zur;ckkam, war der Kater nirgends zu finden. Ich begann schon in Panik zu geraten, als sich pl;tzlich etwas unter der Bettdecke auf meinem Bett bewegte.
„Du kleiner Schelm, mein s;;er Schnurrer!“
Ich streichelte seinen Bauch. Er lag auf dem R;cken und zeigte mir voller Vertrauen sein kleines B;uchlein.
Besonders gern spielte er mit meinen H;nden. Damit ich am Ende nicht ohne Finger dastand, zog ich manchmal Handschuhe an. Doch ihm gefiel es viel besser, direkt in meine H;nde zu bei;en.
Daf;r bemerkte ich, dass er den Geruch meiner Zitronensalbe ;berhaupt nicht ausstehen konnte. Er verzog das Gesicht und ging demonstrativ weg, wenn ich mir damit die H;nde einrieb.
Doch eines Tages machte ich einen schweren Fehler. Ich hatte beruhigende Tropfen mit Baldriangeruch. Ich tr;ufelte ein paar Tropfen auf sein K;rbchen, weil ich dachte, dass er dann besonders tief schlafen w;rde.
Das Ergebnis war, dass der Kater den ganzen Tag mit halb geschlossenen Augen durch die Wohnung lief wie ein leicht beschwipster Philosoph.
Wenn ich zu Mittag a;, sa; Felix gew;hnlich neben mir auf dem Tisch und beobachtete aufmerksam, was ich tat.
Einmal kam meine Nachbarin vorbei und schrie:
„Nein! Runter vom Tisch! Du musst ihn erziehen!“
Felix erschrak, sprang hinunter und fl;chtete unter das Bett.
Ich sagte zu ihr:
„Lass ihn doch sitzen und zuschauen.“
Eine Bekannte von mir, eine Frau, erz;hlte einmal, ihr Kater sei perfekt erzogen und springe niemals auf den Tisch. Ich war sogar ein wenig neidisch.
Doch eines Tages verlie; sie f;r ein paar Minuten das Zimmer. Sofort sprang ihr „perfekt erzogener“ Kater auf die Kommode und begann, im Brotkorb herumzuw;hlen.
Ich denke also, dass er seine kleinen Verbrechen einfach nur geschickt zu verbergen wei;.
„Was soll ich machen? Er ist eben so ein kleiner Kratzer, Springer und Spieler … Mein geliebter Felix! Ich k;sse ihn auf sein K;pfchen, und er dr;ckt mir sein feuchtes N;schen auf die Lippen.“
Ich begann mir Gedanken dar;ber zu machen, was mit meinem Kater geschehen w;rde, falls ich eines Tages unerwartet sterben sollte. Sollte ich ihn meiner Nachbarin vermachen? Sie mag keine Katzen. Eine Bekannte w;re zwar vielleicht bereit, ihn aufzunehmen, aber sie w;rde seine Kratzattacken und seine wilden Spr;nge durch die ganze Wohnung wohl kaum aushalten.
Wohin mit ihm? Wem k;nnte ich ihn anvertrauen? Die Zeit wird es zeigen …
Mein Sohn versicherte mir:
„Ich mag ihn. Wenn es einmal n;tig sein sollte, nehme ich ihn in meine Familie auf.“
Da erinnerte ich mich an ein Gedicht von Boris Loskutnikow:
Heute sah ich, wie eine uralte Frau
an der Metro versuchte, eine Katze abzugeben.
Ich ging zu ihr, denn ich dachte, sie leide Hunger,
und wollte ihr etwa vierhundert Rubel geben.
Doch h;ttet ihr nur die Augen der alten Frau gesehen!
„Nehmen Sie das K;tzchen! Ich werde bald sterben …“
Mitten im Get;mmel des Alltags,
im Staub und Wirbel dieser Welt,
tat sich pl;tzlich eine Leere auf.
Die alte Frau f;rchtete nicht ihren eigenen Tod –
sie versuchte, die Katze vor ihm zu retten.
Ich glaube, dass Felix alles versteht, nur eben nicht in menschlicher Sprache sprechen kann. Oft sitzt er da und schaut aufmerksam in eine bestimmte Richtung. Zun;chst erschrak ich und dachte, dass sich b;se ;bernat;rliche Wesen im Zimmer bef;nden, die ich nicht sehen konnte. Man sagt ja, dass Katzen solche Wesen sehen und sie beobachten k;nnen.
Ich beschloss, alle Ecken zu fotografieren. Vielleicht w;rden sie auf den Bildern sichtbar werden. Doch meine W;nde waren sauber, und ich konnte keinerlei Geister entdecken – weder als helle noch als dunkle Flecken. Und pl;tzlich sah ich Felix im Spiegel. Er beobachtete mich aufmerksam.
Da begriff ich, worauf er die ganze Zeit so konzentriert schaute!
Das war also das Geheimnis: Er beobachtete meine T;tigkeiten durch Spiegelungen.
Allerdings hatte ich schon oft etwas Merkw;rdiges bemerkt: Wenn Felix neben mir sa;, huschte nicht weit von uns ein Schatten vorbei, der Micky ;hnelte, meinem verstorbenen Kater. Und das geschah immer wieder.
Felix’ Futter und Wasser stehen neben dem Herd. Wenn er frisst, hebt er h;ufig den Kopf und schaut in die Glasscheibe des Backofens, w;hrend er mich jede Sekunde im Auge beh;lt. Oft sehe ich sein Spiegelbild und schicke ihm einen Luftkuss oder winke ihm zu.
Unmerklich vergingen sieben Monate. Felix war inzwischen ordentlich gewachsen, und es wurde Zeit, ihn kastrieren zu lassen.
Ich schaute immer wieder zwischen seine Hinterbeine, konnte dort aber keine Hoden entdecken. Wo waren sie nur? War es vielleicht noch zu fr;h f;r die Kastration, weil die Hoden noch nicht nach au;en getreten waren? Trotzdem musste ich etwas unternehmen, denn sonst w;rde er sp;ter wom;glich die Ecken markieren.
Ich rief beim Tierarzt an und fragte, wann ich zur Operation kommen k;nne. Er sagte, ich solle in zwei Tagen um 15 Uhr kommen.
Fachleute empfehlen, Katzen vor einem Besuch in der Tierklinik einige Stunden nach drau;en mitzunehmen, damit sie sich an eine andere Umgebung gew;hnen und weniger Angst haben. Also setzte ich Felix in seine Transportbox und ging mit ihm hinaus. Er dr;ckte sich auf den Boden der Box und ertrug alle Unannehmlichkeiten des Lebens mit Geduld und Ergebung.
Zur vereinbarten Zeit kam ich mit meinem Kater beim Tierarzt an. Im Wartezimmer sa;en viele Patienten – manche mit Katzen, andere mit Hunden und wieder andere mit V;geln. Alle warteten, bis sie an der Reihe waren.
Wir sa;en dort bis 18 Uhr. Wir waren ersch;pft, froren und hatten Hunger. Mein K;tzchen schwieg die ganze Zeit und hatte sich in eine Ecke seiner Transportbox zur;ckgezogen.
Endlich wurden wir ins Behandlungszimmer gerufen.
Ich erkl;rte dem Tierarzt, dass ich meinen Kater kastrieren lassen wollte. Er sagte, das sei nur m;glich, wenn das Tier mindestens dreieinhalb Kilogramm wiege. Wir stellten Felix auf die Waage: Er brachte 3,2 Kilogramm auf die Waage.
„Das geht!“, verk;ndete der Tierarzt und gab ihm eine Spritze, damit er einschlief.
Dann ging er in einen anderen Raum und holte alles, was er f;r die Operation ben;tigte. Anschlie;end erkl;rte er, dass er Felix den Bauch rasieren m;sse.
„Wozu?“, fragte ich erstaunt.
„Damit ich einen Schnitt machen und die Geb;rmutter entfernen kann!“
„Aber er ist doch ein Kater!“
„Was sagen Sie da? Zeigen Sie mir einmal den Impfpass, den ich Andrej f;r die ersten Impfungen ausgestellt habe. Was steht denn darin?“
Ich schlug den Impfpass auf und sah, dass beim Geschlecht der Buchstabe „w“ durchgestrichen und mit anderer Tinte ein „m“ eingetragen worden war.
„Was ist das denn? Warum hat er mich belogen?“
Der Tierarzt lachte.
„Da hat jemand wie Van Gogh sein eigenes Zeichen hinterlassen!“
„Er hat mich in eine v;llig idiotische Lage gebracht … Idiot! Na gut, dann operieren Sie sie eben. Ich gehe hinaus. Ich kann das Leiden eines Lebewesens nicht mit ansehen.“
„In Ordnung! Warten Sie drau;en im Empfangsbereich. Ich k;mmere mich um alles.“
Ich verlie; das Behandlungszimmer v;llig aufgel;st. Warum hatte man mich betrogen? Schlie;lich hatte es in dem Wurf noch andere m;nnliche K;tzchen gegeben!
Aber ich liebte dieses kleine M;dchen trotzdem. Man hatte mich einfach hereingelegt. Vor dem Tierarzt war mir das Ganze furchtbar peinlich.
Normalerweise kostet die Kastration eines Katers 150 Euro, w;hrend die Sterilisation einer Katze 200 Euro kostet. Der Tierarzt k;nnte noch denken, ich h;tte ihn absichtlich t;uschen wollen, um weniger bezahlen zu m;ssen.
Eine Stunde sp;ter kam der Tierarzt heraus und sagte, ich solle noch eine halbe Stunde warten, damit er sich vergewissern k;nne, dass es ihr gut gehe. Dann nahm er weitere Patienten an.
Nach einer halben Stunde ging ich hinein, um meine kleine Katze abzuholen. Ich fragte, wie viel ich bezahlen m;sse, denn die Preise ;nderten sich st;ndig. Zum Gl;ck hatte ich vorsichtshalber 200 Euro mitgenommen, falls noch Impfungen oder Medikamente bezahlt werden mussten.
Er sagte:
„150 Euro f;r die Operation und zehn Euro f;r die Tabletten gegen Schmerzen und Entz;ndungen. Die geben Sie ihr zweimal t;glich.“
„Nein, ich gebe Ihnen 200 Euro f;r die Operation an einem weiblichen Tier.“
„Nein, es sind 160 Euro. Sie k;nnen nichts daf;r, dass man Sie betrogen hat.“
„Das ist mir irgendwie unangenehm … Vielen herzlichen Dank!“
„Kommen Sie in 14 Tagen wieder, damit wir die F;den ziehen k;nnen.“
„Gut! Vielen Dank! Auf Wiedersehen!“
Ich fuhr mit Felix nach Hause.
;brigens: Wie sollte ich sie nun mit einem weiblichen Namen nennen? Floxa? Fenja? Fedora?
Mein Sohn versicherte mir: „Geh nicht zu Andrej und fang keinen Streit mit ihm an. Lass es einfach gut sein! Lass deine geliebte kleine Katze leben!“
Fenetschka brauchte zwei Tage, um sich von der Operation zu erholen. Ich zerdr;ckte die Tabletten und gab sie ihr mit einer Spritze ins Maul. Dazu klemmte ich sie zwischen meine Knie, damit sie nicht entwischen konnte.
Dann war sie wieder auf den Beinen! Sie sprang, kratzte, tobte und war wieder meine geliebte kleine Wildfang-Katze.
Dabei hatte man mir erz;hlt, dass Katzen nach der Kastration ruhiger w;rden. Na, mal sehen, was noch kommt …
Ich war sehr m;de. Um mich richtig auszuruhen und gut schlafen zu k;nnen, nahm ich eine Schlaftablette und fiel in einen tiefen Schlaf.
Als ich am Morgen aufwachte, bemerkte ich auf meiner Nase zwei eingetrocknete Blutstropfen von Fenetschkas Krallen. Ich wusch sie ab, doch die Kratzer blieben. Wahrscheinlich hatte Fenetschka versucht, mich aufzuwecken, aber ich hatte ;berhaupt nicht reagiert. Zum Gl;ck hatte sie mir nicht die Augen ausgekratzt!
Sp;ter sa; ich am Tisch und a; zu Abend. Die Katze schnupperte nur an ihrem Futter und ging wieder weg. Sie versuchte st;ndig, mit mir zu spielen. Doch ich sagte ihr, sie solle mich in Ruhe lassen und mich in Frieden essen lassen.
Unzufrieden lief sie auf mich zu, krallte sich in meinen Kn;chel und rannte davon, als wollte sie sagen: „Das hast du jetzt davon!“
Mein Bein brannte ein wenig, aber ich a; weiter und schenkte dem keine Beachtung, weil ich gerade mit meinem Tee besch;ftigt war.
Da kam sie erneut angelaufen und brachte ihr Spielzeug mit. Ich nahm es ihr ab und streifte dabei meine Hose. Sofort sp;rte meine Hand etwas Feuchtes.
„Warst du etwa auf der Toilette und hast dich nass gemacht?“, fragte ich ernst.
Dann bemerkte ich meine blutverschmierte Handfl;che und den sich ausbreitenden Fleck auf meiner Hose. Ich untersuchte mein Bein. Dabei stellte ich fest, dass eine Vene durchstochen worden war und das Blut aus der kleinen Wunde regelrecht herausspritzte.
Ich presste eine Papierserviette auf die Wunde und hielt sie so lange fest, bis die Blutung aufh;rte. Anschlie;end trug ich eine desinfizierende Salbe auf.
„Na, vielen Dank auch! Das h;tte ich wirklich nicht von dir erwartet … Trotzdem liebe ich dich, mein Goldst;ck! Aber ich muss wohl vorsichtiger sein …“
Mein K;tzchen schaute mich mit weit aufgerissenen Augen an, voller Angst und Verzweiflung. Als ich mehrmals versuchte, den z;hen Speichel hinunterzuschlucken, der sich in meinem Hals gesammelt hatte, wollte es mir einfach nicht gelingen. Schlie;lich brachte ich den dicken Klo; in meinem Hals mit M;he hinunter.
Sp;ter w;rgte und erbrach sich Fenetschka, offenbar wegen der Aufregung, die sie durchlebt hatte. Auch ich bekomme bei Stress Schluckkr;mpfe, die bis zum Erbrechen f;hren k;nnen.
Nach ein paar Tagen war sie wieder die Alte: springfreudig, kratzb;rstig, wild und unendlich geliebt.
Denn ohne Katze … ist das Leben tats;chlich nicht dasselbe.
Vierzehn Tage sp;ter fuhr ich zusammen mit meinem Sohn mit unserer kleinen Katze zum Tierarzt, um die F;den ziehen zu lassen.
Wir mussten zwei Stunden warten, w;hrend der Tierarzt einem kranken Hund Spritzen gab. Der Hund lag da und winselte, w;hrend sein Besitzer neben ihm sa; und weinte.
Danach untersuchte der Tierarzt noch einen weiteren Hund und einen Vogel, der sich in einem anderen Raum befand.
Endlich rief er uns herein.
„Ach, Sie sind das! Na, ist alles in Ordnung?“, fragte er und blickte Fenetschka an.
„Ja, alles bestens!“
„Dann setzen Sie sie auf den Tisch und halten Sie sie fest, damit ich alle F;den entfernen kann.“
Mein Sohn stellte Fenetschka auf ihre Hinterbeine. Sie ertrug die ganze Prozedur schweigend, ohne zu miauen oder sich herauszuwinden.
Doch als wir sie wieder in die Transportbox setzten, verkroch sie sich unter der Einlage in einer Ecke und lie; nicht einmal mehr ihre kleine Nase sehen, bis wir wieder zu Hause waren.
Zum Abschied schenkte ich dem Tierarzt drei Bilder, die ich eigens f;r ihn gemalt hatte. Die W;nde seiner Praxis waren v;llig leer gewesen. Deshalb hatte ich mit Pastellfarben eine Frau gemalt, die eine Katze umarmt, einen kleinen Hund in einem Blumengarten und ein Segelschiff auf dem Meer.
Zus;tzlich gab ich ihm 30 Euro f;r seine Arbeit.
Er bedankte sich f;r die Bilder, wollte das Geld jedoch zun;chst nicht annehmen. Ich bestand darauf, und schlie;lich nahm er es doch. Dann sprang er auf, holte aus einem Schrank eine Flasche italienischen Wein und ;berreichte sie meinem Sohn.
Mein Sohn wollte das Geschenk zun;chst nicht annehmen, doch der Tierarzt bestand darauf. Schlie;lich nahm mein Sohn die Flasche entgegen und sagte: „Vielen Dank!“
Als wir drau;en waren, erz;hlte mir mein Sohn, dass er in den Kommentaren ;ber diesen Tierarzt gelesen hatte. Offenbar war der Arzt Autist, hatte sich aber trotzdem Anerkennung und einen guten Ruf erarbeitet.
Fenetschka sprang und h;pfte weiter wie eine richtige kleine Randaliererin.
Die Operation war erfolgreich verlaufen!
Sp;ter erfuhren wir, dass unser Tierarzt bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Die ;rzte stellten fest, dass er einen Herzinfarkt erlitten hatte, der vermutlich den Unfall verursacht hatte.
Wie schade!
Eines Tages bekam ich unerwartet Motten in der Wohnung. Sie vermehrten sich unglaublich schnell, gef;hlt von Stunde zu Stunde.
Jeden Abend ging ich mit einer Fliegenklatsche durch die Wohnung und erschlug die Motten an der Decke.
Dabei bemerkte ich zun;chst gar nicht, dass meine kleine Katze mich aufmerksam beobachtete. Nach einer Weile begann sie selbst, Jagd auf die Motten zu machen.
Wenn sie eine Motte nicht erreichen konnte, stupste sie mich mit ihrer Pfote an und schaute dann zu dem reglosen K;rper des Insekts hin;ber.
Ich erschlug die Motten mit der Klatsche und wischte anschlie;end die Spuren mit einem feuchten Lappen weg.
Inzwischen gibt es keine Motten mehr im Haus. Doch Fenetschka kontrolliert weiterhin jeden Abend die W;nde und die Decke.
Ich beruhige sie:
„Wir haben sie alle erledigt! Es gibt keine Motten mehr! Beruhige dich!“
Dabei k;sse ich sie auf ihr K;pfchen.
Sie streckt mir ihre kleine Schnauze entgegen und ber;hrt meine Lippen mit ihrer feuchten Nase, als wollte sie sagen:
„Ich wollte dich k;ssen, aber unterwegs hat mich mein N;schen gejuckt …“
Wenn Fenetschka schlafen m;chte, es aber aus irgendwelchen Gr;nden nicht kann, werden ihre Augen zu schmalen, chinesisch anmutenden Schlitzen. Manchmal ist sogar nur ein Auge geschlossen.
Erstaunlich!
Ein Leben mit einer Katze ist eine wunderbare Kombination – das schw;re ich euch!
Nicht umsonst schrieb Jay Konoplyanski einst:
Ein Bekannter fragte mich einmal:
„Wozu brauchst du eigentlich eine Katze? Ich halte keine Katzen im Haus, aber bei dir lebt eine. Ist sie vielleicht ein geborener Wachhund? L;sst sie keine Fremden bis auf die Schwelle?“
„Nein, sie kitzelt nachts mit ihrer warmen, flauschigen Seite mein Gesicht.“
„Dann ist sie bestimmt sehr wertvoll und bringt viel Geld ins Haus.“
„Nein, sie rollt sich auf meinem Scho; zusammen und singt leise ihr Lied.“
„Ich habe wohl nicht richtig zugeh;rt. Sag mir doch endlich: Wozu brauchst du eine Katze?“
Und ich antwortete:
„Damit sie schnurrt. Das ist mir von allem das Wichtigste.“
Ich wollte Fenetschka auf dem Balkon ein kleines H;uschen einrichten. Daf;r wollte ich den freien Bereich mit einem Netz sichern, damit meine kleine Katze nicht vom Balkon st;rzte, wenn sie ihrem Jagdinstinkt folgte und V;gel beobachtete. Schlie;lich besitzt sie eine unglaublich bewegliche Wirbels;ule, und ich wei; nur zu gut, wie sich Katzen durch schmale Spalten zw;ngen und sich dabei wie kleine Turner durch die Luft bewegen k;nnen.
Als ich das Balkongitter fertig angebracht hatte, lie; ich die Balkont;r nachts offen, damit Fenetschka jederzeit nach drau;en an die frische Luft gehen konnte.
Sie begann, viel Zeit auf dem Balkon zu verbringen. Dort beobachtete sie V;gel und kleine Insekten, sprang ihnen hinterher und lauschte aufmerksam den Ger;uschen der vorbeifahrenden Autos und den Stimmen der Menschen.
Manchmal erschrak sie und versteckte sich unter meiner Bettdecke. Doch sie hat einen starken Charakter. Zwar f;rchtet sie sich vor lauten Ger;uschen, aber wenn es darum geht, ihr Frauchen zu erziehen, hat sie ihre ganz eigenen Methoden.
Sie erf;llte das ganze Haus mit ihrem Schnurren, ihrer Z;rtlichkeit und ihrer liebevollen Art. Und wie man wei;, ist das die wirksamste Methode, um jeden Ort zu verwandeln! Wo W;rme, Geborgenheit und flauschige Z;rtlichkeit einziehen, beginnt jede Ecke in neuen Farben zu leuchten.
Fenetschka liegt mit mir auf dem Bett und streckt mir ihren Bauch entgegen. Ich bewundere ihr kleines B;uchlein, denn wenn eine Katze es zeigt, bedeutet das, dass sie ihrem Menschen vertraut. Und ich liebe sie daf;r.
Fenetschka mag keine Kartons, obwohl es doch hei;t: „Die beste Anschaffung des letzten Jahres war ein Schuhkarton“, behauptet der Kater.
Sie hat aufgeh;rt, meine Beine zu zerkratzen, aber sie spielt immer noch gern mit meinen H;nden. Damit ich die Kratzer nicht so stark sp;re, ziehe ich Handschuhe an. Doch Fenetschka versucht immer wieder, ihre spitzen Z;hnchen in meine ungesch;tzte Haut zu schlagen. Das macht ihr offenbar viel mehr Spa; …
Vom unglaublich beweglichen K;rper bis zu den supersensiblen Schnurrhaaren – der K;rper einer Katze ist so beschaffen, dass er uns immer wieder aufs Neue verbl;fft.
Die einzigartigen F;higkeiten der Katzen: Was sie k;nnen und wir nicht!
Katzen sind nicht einfach nur flauschige Fellkn;uel, die unsere Herzen im Sturm erobern. Sie sind wahre Superhelden mit einzigartigen F;higkeiten, die uns Menschen manchmal ein wenig unbeholfen erscheinen lassen.
Schauen wir uns einmal an, welche Superkr;fte Katzen besitzen, um die wir sie nur beneiden k;nnen. Macht euch auf interessante Fakten gefasst! Denn Katzen k;nnen nicht nur schnurren – sie beherrschen wahre Zauberkunstst;cke!
Ein Geh;r, das Ultraschall wahrnimmt
Katzen h;ren Ger;usche, von denen wir nicht einmal tr;umen k;nnen. Ihr Geh;r ist f;nfmal empfindlicher als unseres, und sie k;nnen sogar Ultraschall wahrnehmen – beispielsweise das Fiepen von M;usen oder Ger;usche, die uns v;llig entgehen.
Deshalb schauen Katzen manchmal ins Leere, als wollten sie sagen: „Ich h;re, wie eine Spinne hinter der Wand entlangkrabbelt.“
Nachtsicht: Katzen sind Meister der Dunkelheit
Katzen sehen bei Dunkelheit sechsmal besser als Menschen. Das verdanken sie einer besonderen Schicht in ihren Augen, dem Tapetum lucidum. Sie reflektiert das Licht und l;sst die Augen im Dunkeln leuchten.
W;hrend wir im Dunkeln gegen M;bel sto;en, gehen Katzen seelenruhig auf die Jagd.
Akrobatische Kunstst;cke: Springen und Gleichgewicht
Katzen k;nnen Entfernungen ;berwinden, die dem F;nffachen ihrer K;rpergr;;e entsprechen. Dank ihres einzigartigen Stellreflexes landen sie bei einem Sturz h;ufig auf ihren Pfoten.
Ihr Gleichgewichtsorgan erm;glicht es ihnen, auf schmalen Fl;chen zu balancieren, auf denen wir l;ngst herunterfallen w;rden.
Versucht einmal, ;ber eine schmale Dachkante zu laufen oder ohne Anlauf auf einen Schrank zu springen! Katzen schaffen das spielend.
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich sehe, wie unser Kater vom Boden aus auf die Oberseite eines zwei Meter hohen K;hlschranks springt. Er tut es mit einer solchen Leichtigkeit, als w;rden ihm Fl;gel aus dem R;cken wachsen.
Schnurrhaare als Radar: au;ergew;hnliche Empfindlichkeit
Die Schnurrhaare einer Katze, auch Vibrissen genannt, sind nicht blo; Schmuck. Sie sind hochsensible Sensoren, beinahe wie Antennen.
Sie helfen der Katze, sich im Raum zu orientieren, Entfernungen einzusch;tzen und sogar Luftbewegungen wahrzunehmen. Dank ihrer Schnurrhaare kann sie einsch;tzen, ob sie durch eine enge ;ffnung passt.
Schnurren: heilende Magie
Katzen k;nnen mit einer Frequenz von etwa 20 bis 140 Hertz schnurren. Das ist nicht nur ihre Art zu sagen: „Ich bin zufrieden.“
Studien legen nahe, dass Schnurren Katzen dabei helfen kann, Stress abzubauen und sich zu beruhigen. Auch m;gliche positive Auswirkungen auf die Heilung werden untersucht.
Und auf uns Menschen wirkt das Schnurren oft wie ein nat;rliches Antidepressivum.
Zeitgef;hl: der katzeneigene Wecker
Katzen besitzen ein erstaunliches Zeitgef;hl. Sie merken sich, wann wir gew;hnlich aufstehen, essen oder nach Hause kommen. Daran erinnern sie uns mit der Pr;zision einer Schweizer Uhr.
Jede Katze scheint genau zu wissen, wann ihr Mensch von der Arbeit zur;ckkehrt! Der kleine Schnurrer setzt sich vor die T;r, wartet geduldig – und kaum eine Minute sp;ter ;ffnet sich die T;r.
Meister der Tarnung
Katzen sind wahre Meister der Heimlichkeit. Sie k;nnen sich lautlos an ihre Beute heranschleichen – oder an unseren Teller –, ohne dass wir etwas bemerken.
Ihre weichen Pfoten und ihre geschmeidigen Bewegungen machen sie zu perfekten Spionen.
Im Vergleich zu einer Katze macht ein Mensch Ger;usche wie ein Elefant im Porzellanladen.
;bermenschliche Beweglichkeit: Katzen sind geborene Yogis
Katzen sind dank des besonderen Aufbaus ihrer Wirbels;ule unglaublich beweglich. Sie k;nnen sich biegen, drehen und durch engste Spalten zw;ngen.
Von einer solchen Dehnf;higkeit k;nnen wir Menschen nur tr;umen. Uns bleibt nichts anderes ;brig, als neidisch zuzusehen, wenn sich eine Katze zu einem Kn;uel zusammenrollt oder eine beeindruckende Drehung vollf;hrt.
Katzen sind kleine Superhelden
Katzen besitzen wahre Superkr;fte, die sie einzigartig machen. Ihr Geh;r, ihre Sehkraft, ihre Beweglichkeit, ihre F;higkeit, sich lautlos zu bewegen, und sogar ihr Schnurren sind Dinge, um die wir Menschen sie beneiden k;nnen.
Wenn eure Katze also das n;chste Mal auf einen Schrank springt, ein Ger;usch hinter der Wand h;rt oder sich schnurrend auf euren Scho; legt, l;chelt einfach und bewundert sie.
Wir Menschen k;nnen Artikel schreiben und Abendessen kochen. Aber Katzen? Sie sind wahre Zauberer, die unsere Welt heller, flauschiger und ein wenig lustiger machen!
Der Katzenk;rper – ein Wunderwerk der Natur
Der K;rper einer Katze ist ein echtes R;tsel der Natur und steckt voller erstaunlicher Besonderheiten. Hier sind einige der interessantesten Fakten ;ber den Katzenk;rper, die euch euren Liebling mit ganz neuen Augen sehen lassen werden.
Eine extrem bewegliche Wirbels;ule
Habt ihr schon einmal gesehen, wie eine Katze durch eine enge ;ffnung schl;pft oder aus gro;er H;he f;llt und trotzdem auf ihren Pfoten landet?
Das liegt unter anderem an ihrer Wirbels;ule. Katzen besitzen ungef;hr 53 bis 60 Wirbel, w;hrend der Mensch zum Vergleich 33 hat. Dadurch ist ihr R;cken unglaublich beweglich.
Zwischen den Wirbeln befinden sich elastische Knorpelstrukturen, die es der Katze erm;glichen, sich wie eine olympische Turnerin zu verbiegen.
Deshalb kann sie auf hohe Regale springen oder sich in einen Karton zw;ngen, der viel zu klein f;r sie zu sein scheint.
Schnurrhaare sind mehr als nur Schmuck
Die Schnurrhaare einer Katze sind hochentwickelte Sensoren. Sie helfen ihr, sich im Raum zurechtzufinden, besonders bei Dunkelheit.
Sie sind so empfindlich, dass sie selbst kleinste Ver;nderungen der Luft wahrnehmen k;nnen. So kann die Katze besser einsch;tzen, ob sie durch eine enge ;ffnung passt und wo sich ihre Beute befindet.
Schneidet einer Katze niemals die Schnurrhaare ab! Das w;re, als w;rde man ihr das Navigationssystem wegnehmen.
Auf jeder Seite ihrer Schnauze hat sie ungef;hr zw;lf Schnurrhaare.
Augen, die im Dunkeln sehen
Katzen sind Meister der n;chtlichen Jagd, und ihre Augen sind der beste Beweis daf;r.
Ihre Pupillen k;nnen sich stark erweitern, damit sie selbst schwaches Licht aufnehmen k;nnen. Hinter der Netzhaut befindet sich eine besondere Schicht, das Tapetum lucidum. Sie reflektiert das Licht und erzeugt den manchmal unheimlichen Effekt leuchtender Augen.
Dadurch k;nnen Katzen bei schwachem Licht wesentlich besser sehen als wir. Am Tag ist ihre Sehkraft allerdings nicht perfekt: Sie sind eher kurzsichtig und nehmen bewegte Objekte besonders gut wahr.
Eine Zunge wie Schleifpapier
Wenn eine Katze euch schon einmal ;ber die Hand geleckt hat, habt ihr bestimmt bemerkt, dass ihre Zunge sich wie eine kleine Reibe anf;hlt.
Das liegt an winzigen, hakenf;rmigen Papillen auf ihrer Oberfl;che. Sie helfen der Katze, ihr Fell zu pflegen, Fleisch von Knochen zu l;sen und Wasser aufzunehmen.
Katzen sch;pfen das Wasser dabei auf eine andere Weise als Hunde, die meist deutlich h;rbar schlabbern.
Die kleinen H;kchen auf der Zunge sind auch ein Grund daf;r, dass Katzen beim Putzen Haare verschlucken, die sich zu Haarballen im Magen zusammenlagern k;nnen.
Schnurren bedeutet nicht immer Freude
Schnurren ist nat;rlich etwas Wundersch;nes, aber es bedeutet nicht zwangsl;ufig, dass eine Katze gl;cklich ist.
Katzen schnurren, wenn sie sich wohlf;hlen, aber manchmal auch, wenn sie Angst haben, krank sind oder sogar Junge zur Welt bringen.
Wissenschaftler vermuten, dass Schnurren Katzen helfen kann, sich selbst zu beruhigen. Auch m;gliche positive Auswirkungen bestimmter Frequenzen auf Knochen und Muskeln werden erforscht.
Das ist wirklich ein erstaunlicher Trick der Natur!
Pfoten als Sto;d;mpfer und Sensoren
Katzenpfoten sind Meisterwerke der Evolution. Ihre Ballen federn Spr;nge ab und erm;glichen fast lautlose Schritte – ideal f;r die Jagd.
Au;erdem befinden sich in den Pfoten zahlreiche Nervenenden, mit denen Katzen Vibrationen und Oberfl;chenstrukturen wahrnehmen k;nnen.
;brigens schwitzen Katzen haupts;chlich ;ber ihre Pfotenballen. Und ihre Krallen ziehen sie nicht ohne Grund ein: So sch;tzen sie sie vor Abnutzung und halten sie scharf f;r die Jagd.
Eine Nase, die alles erschnuppert
Die Katzennase ist ein ;u;erst empfindliches Sinnesorgan. Katzen besitzen ungef;hr 200 Millionen Geruchsrezeptoren, w;hrend Menschen nur etwa f;nf Millionen haben.
Sie nehmen Ger;che wahr, die uns v;llig entgehen, und nutzen sie, um ihr Revier zu erkunden, Nahrung zu finden und andere Tiere zu erkennen.
Au;erdem besitzen Katzen das Jacobson-Organ am Gaumen. Es hilft ihnen, bestimmte Duftstoffe besonders intensiv wahrzunehmen.
Deshalb ;ffnen sie manchmal den Mund und machen einen merkw;rdigen Gesichtsausdruck. Dieses Verhalten nennt man Flehmen.
Das Herz schl;gt schneller
Das Herz einer Katze schl;gt deutlich schneller als das eines Menschen – je nach Zustand etwa 110 bis 240 Mal pro Minute.
Das unterst;tzt ihre gro;e Aktivit;t und Schnelligkeit, macht ihren K;rper aber auch empfindlich gegen;ber Stress.
Deshalb ist es wichtig, Katzen eine ruhige Umgebung zu bieten, besonders wenn sie ;lter werden.
Ein au;ergew;hnliches Geh;r
Katzen h;ren Ger;usche, die f;r uns unh;rbar sind. Ihre Ohren k;nnen Ultraschallfrequenzen von bis zu etwa 65 Kilohertz wahrnehmen, w;hrend der Mensch normalerweise nur Frequenzen bis ungef;hr 20 Kilohertz h;rt.
Das hilft ihnen, das Fiepen von M;usen oder das Rascheln von Insekten zu erkennen.
Au;erdem k;nnen sie ihre Ohren unabh;ngig voneinander drehen, um die Richtung einer Ger;uschquelle genau zu bestimmen.
Kein Wunder, dass eine Katze immer wei;, wenn jemand den K;hlschrank ;ffnet!
Gleichgewicht und Sprungkraft
Katzen sind wahre Akrobaten. Ihr Gleichgewichtsorgan im Innenohr hilft ihnen, ihre K;rperlage zu kontrollieren.
Wenn eine Katze f;llt, richtet sie zun;chst den Kopf, dann den K;rper und schlie;lich die Pfoten aus, um m;glichst sicher zu landen.
Und ihre Spr;nge! Eine Katze kann H;hen erreichen, die ein Mehrfaches ihrer eigenen K;rpergr;;e betragen.
Das w;re ungef;hr so, als w;rde ein Mensch aus dem Stand auf ein zweist;ckiges Haus springen.
Jede Katze ist einzigartig
Jede Katze hat ihre eigene Pers;nlichkeit, und auch ihr K;rper kann besondere Merkmale aufweisen.
Manche Katzen haben beispielsweise eine genetische Besonderheit namens Polydaktylie. Dabei besitzen sie mehr Zehen als gew;hnlich.
Au;erdem haben Katzen oft eine bevorzugte Pfote. Beobachtet einmal, mit welcher Pfote eure Katze h;ufiger nach einem Spielzeug schl;gt.
Und nat;rlich sind auch Fellfarben und Muster einzigartig – ;hnlich wie Fingerabdr;cke. Zwei Katzen sind niemals vollkommen gleich.
Der Katzenk;rper ist ein technisches Meisterwerk der Natur, geschaffen zum ;berleben und dazu, uns Menschen zu verzaubern.
Von ihren erstaunlichen Spr;ngen bis zu ihren empfindlichen Schnurrhaaren ist alles an einer Katze bis ins kleinste Detail auf ihre Bed;rfnisse abgestimmt.
Wenn euer Kater also das n;chste Mal einem Laserpunkt hinterherjagt oder zusammengerollt in einem Karton schl;ft, denkt daran: Er ist nicht einfach nur eine Katze, sondern ein komplexes und faszinierendes Wesen, das die Wissenschaft immer wieder ;berrascht und uns jeden Tag Freude bereitet.
Liebt euren flauschigen Liebling und respektiert seine Superkr;fte!
Und sie liebt auch euch. Sie ist das einzige Lebewesen, dem es v;llig egal ist, ob ihr dick oder d;nn, sch;n oder weniger sch;n seid.
Sie liebt euch einfach daf;r, dass ihr ihre Mama seid!
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