Getauscht
Sie schleppt Zement wie ein Mann, mit starker Gewalt.
Ihr R;cken lernt das Beugen, das sie nie gekannt,
Der Polier nickt stumm, als w;r's so tief verwandt.
Sie war die Frau, er war der Mann im alten Spiel,
Nun dreht das Leben um das Rollenziel.
Er faltet Hemden leise wie ein Spion,
Sie baut die Mauer, er kocht die Suppe schon.
Die Nachbarn sch;tteln staunend ihren Kopf,
Doch beide raunen: „Kein Dieb stahl uns den Topf.“
Der Eintopf brennt ihm an, er flucht ganz hei;,
Sie ruft vom Bau: „Dein Chili schmeckt, ich wei;!“
Er faltet W;sche dreimal hin und her,
Das Kind ruft: „Papa kocht wie Mama, gar nicht schwer!“
Und nachts, wenn alles schl;ft, liegt sie noch wach,
Und fragt sich heimlich unter diesem Dach:
„Bin ich zu hart? Bist du zu weich im Sinn?“
Er streicht ihr Haar: „Schau doch zum Anfang hin.
Wir verloren nichts, die Liebe bleibt bestehn,
Sie ist nicht aus der Rolle – sie kann neue Wege gehn.“
Sie wissen beide, ohne ein Wort zu verliern:
Die Liebe w;chst aus dem, was wir riskiern.
Sie steht im Schnee, er steht am Herde heut,
Zwei Menschen, die getauscht, von Liebe treu geleitet.
Der Hammer liegt in ihrer Hand, der L;ffel an der Wand,
Die Welt fragt: „Wer ist wer?“ – sie gehen Hand in Hand.
Клип на стих тут - https://vkvideo.ru/video-241199277_456239080
Свидетельство о публикации №226110101941